gossenpoesie

Oktober 22, 2006

Was mehr nervt oder was ich alles eingepackt habe

Filed under: Allgemeines,Train Trilogy — Michael @ 7:16 pm

Woher es kam weiß niemand mehr.

Am allerwenigsten ich.

Das Meer in dem ich gerade schwimme,

hat nicht den besten Ruf.

Eben noch angenehm warm,

ist es jetzt scheiße kalt.

Der Zug fährt auch gleich weiter und ich bin mir nicht sicher,

sitz ich im Abteil oder am stillgelegten Gleis.

Und ein für alle mal: dieser Blick in meinem Gesicht

kommt nicht vom sauren Regen.

Die fünf Seiten Vorwürfe hatte er schon besser gelesen (und auch geschrieben).

Was es mal hieß, scheint nun niemanden mehr zu interessieren

We cry for saviours but receive even worse

Filed under: Allgemeines,Train Trilogy — Michael @ 1:32 am

480-62sm.jpg

They were sitting in the darkest of their rooms,

while the sun was setting everything in bloom.

A piano gets smashed by a monstrous wooden flute.

Everything stops when the music gets mute.

With their heads rushing by,

they stared and said good bye.

Simon shot himself a way through the alley,

with that aching in his belly.

A crippled giant on the top of a jib,

fell in love with the lady in the curdled dip.

“You’re so cute, honey!”

And when they swim and when they drink

and when they sing those silly songs.

It won’t be long.

Ich bin eine Station, die erhofft mehr zu sein.

If bibles lie and liars die,

it’s time to settle down.

Another night, another fight,

another time he dies again.

There’s gonna be no party, when he comes home.

September 1, 2006

Un petit…

Filed under: Allgemeines,Train Trilogy — Michael @ 5:58 pm

Von Null auf Vollgas in 3,2,1

Und im letzten Brief ein schwarzes Herz und eine weiße Weste.

“Für die Zukunft nur das Beste!”

Wie lange wartest du schon am Bahnhof?

Du sagst es erscheint dir endlos (lange).

Der letzte Zug ist vor Jahren schon abgefahren

und nur die Gleise erinnern noch daran,

dass hier mal die Sonne schien.

Die Scheiben eingeschlagen und die Tapeten ganz vergilbt.

Ein verlassener Schalter, ein wegweisendes Schild:

(Heute geschlossen).

Lass uns aufhören, wenn es am schönsten kracht.

Gott, was haben wir gelacht.

An diesen Tagen, in dieser Nacht.

Ich habe sehr oft daran gedacht.

Was war’s, was man immer wollte?

Was man heute hat und morgen verliert.

Alle haben gekostet und dabei vermeintlich Blut geleckt.

Sie alle waren begeistert und haben es doch morgen verschenkt.

Lost in Leidenschaft gegen dieses Genie.

Ein Lächeln, Augen, eine tolle Strategie.

Es schreit nach mehr und mehr und mehr.

Wie früher, wie bis(hier)her.

Als man freudetrunken herausfand,

ich bin der Rücken, du bist die Wand.

Hab Dank.

Juli 12, 2006

Schleier des Vergessens

Filed under: Allgemeines,Train Trilogy — Michael @ 5:31 pm

Der Wind streicht ueber die leeren Felder
Die Sonne durch dunkle Wolken verdecktscheint als mattes, trauriges Gesicht.
Die Wolken – gequaelte, unscheinbare Gestalten.
Meine Gedanken -
gehemmt durch einen Vorhang von stumpfsinnigen Traeumen.
Die Realitaet vor Augen und dennoch Illusionen.
Die Baeume – eine Armee vor dem Abgrund
Das Schwarz der Nacht
Schatten die verfolgen
leere Worte aus verheissungsvollem Mund

2mm Blut

Filed under: Allgemeines,Lichtenfels Abrechnung,Train Trilogy — Michael @ 10:52 am

2mm Blut

3,5qm Freiheit in Suedwestlage
mit Aussicht auf die Hauptstrasse.
Der Balkon im 1-Zimmer-Appartment,
mit 50er Jahre Charme im Bad.
Die teure Miete, der Dreck auf dem Teppich,
Die Gitarre als der Schluessel zum Glueck…

Die Geschichte einer befahrenen Strasse, staubig und breit.
Die Geschichte einer langen Reise, abenteuerlich und weit.

Bei Kerzenschein im faden Neonlicht
spuert man diese Traenen nicht.
Zwischen Entdeckung und Enttaeuschung nur 2mm Blut.
Und schlussendlich wird daraus Wut.
Doch keiner spricht davon.
Und keiner spricht es an…

Die Geschichte eines zerfahrenen Lebens, schaurig und gemein.
Die Geschichte eines anderen Wesens, traurig und allein.

Die Saeufer, Gangster, Kontrolleure,
der innerstaedtische Garten, der bellende Hund,
farbenfroh im tristen Regen,
suchen sie nach einem Grund…

Die Geschichte eines leidigen Lachens, man findet sie hier.
Die Geschichte eines treibenden Schaffen, sie gehoert auch dir.

Negativabzug II

Filed under: Allgemeines,Train Trilogy — Michael @ 10:51 am

Ein Verletzter macht noch keinen Krieg
Eine Traene macht noch lange kein Drama
Und Frankreich erschien mir immer schon belanglos
Let’s save democracy!
Reiss’ es aus den Buechern, reiss’ es aus der Haut
Reiss’ es aus der Seele, reiss’ es aus dem Herz
This one will never die!
Der Tod ab 29,95 Euro
Wer hilft die Bruecken stuetzen?
Keine Ahnung, ob mich das beruehrt
Urlaubsorte sind betroffen
Glueckwunsch Herr Professor
Die Fliessbaender stehen jetzt still
Wo sind all die Bilder?

Von der Stammelf auf die Tribüne

Filed under: Allgemeines,Train Trilogy — Michael @ 1:39 am

Out of sight, out of mind
und die Welt nur noch ganz klein.
Im Finale der Verlierer lieg 0:2 zurück,
kein Teamgeist, kein Joker, kein Glück.
In heartache and headache, ich darf kurz lachen,
und niemand hier muss sich große Sorgen machen.
Im Spiegel sieht jeder den Held,
der verspricht, was er nie hält.
Von der Stammelf auf die Tribüne und dann von allen vergessen.
Doch wer? Wer will das eigentlich wissen?
Ein Stürmer der nicht trifft und die Taktik zu verquer,
die Moral noch ganz in Ordnung. Doch triff doch endlich wer.
Alle wollen es hören und alle wollen schreien.
Bis einer weint.
Während ich schmelze, erstarrst du zu Eis.
Wer erklärt jetzt, was das eigentlich heißt?
In Tränen eingelegte Augen schreien nach Ehre und Sieg,
Einen Abgang mit Jubel, wie eine Heimkehr nach dem Krieg.
Was zum Teufel machen wir eigentlich noch hier?
Bei viel zu viel Rauchen und viel zu viel Bier?
Es wird weiter gelebt, bis einer weint.
Auf dem Zettel im Schuh, wer wird es sein!?

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