gossenpoesie

Dezember 23, 2008

What shall we do with the drunken sailor?

Filed under: Allgemeines — Michael @ 7:10 pm

Kannten wir nicht die Folgen?

Oder war uns das in dem Moment egal?

Taten wir es aus freien Stücken?

Oder hatten wir nur keine Wahl?

Zeigten wir keinen Respekt

oder Angst vor den Weltmeeren?

Oder war uns da schon bewusst

schnell segeln heißt entbehren?

Und über all der Geselligkeit,

dem Rum und der Musik,

vergaßen wir den Heimathafen,

die Leidenschaft und den Krieg.

Wir dachten niemals an Sicherheit,

oder Vorräte für die eisigen Zeiten.

Nur ans schnelle Vorankommen,

ohne dem Kurs zu entgleiten.

Das Steuer fest in der Hand

und den Blick starr nach vorn gerichtet,

hätten wir weder Eisberge,

noch Rettungsbojen gesichtet.

Es ging uns niemals um Ziele, immer nur um die Geschichten,

die betrunkene Matrosen in den alten Hafenkneipen dichten.

Über Abenteuer, Freiheit und die Angst vor dem großen Wal,

über Skorbut, Meerjungfrauen und die Einsamkeit als Qual.

Die Titanic stand Pate, die Sehnsucht trieb uns voran,

eskortiert von Fehleinschätzungen und Größenwahn.

So what shall we do with the despaired sailor?

Gib ihm eine Schatzinsel, Benbow und einen letzten großen Schluck,

und nur für dich dreht er dann jeden Abend die Zeit zurück.

August 18, 2007

Er fickt gerne Plastik

Filed under: Allgemeines — Michael @ 8:43 am

Wir sitzen rum und reden über Plastik. Und ich kann nichts verstehen, weil über meinem Kopf 3 Meter hoch Stahlbeton wächst. Alles geben, länger leben und too old to die young. Beim Blick auf das Schwimmbad fällt es dir wieder ein. Ach ja…

Der Hollywood-Film letzte Woche erschien dir zu real. Die letzten Tage waren sehr schwer für dich, sagst du. Dass ich nicht lache. Deine Frisur sitzt perfekt. Past perfect. Das ist Zeitverschwendung. Spuren von Arroganz und Mitleid zeichnen sich ab. Der Sauerstoff wird langsam knapp. Wir sollten Fußball spielen. Das hier ist alles so übertrieben. Für dich lese ich das Buch der Illusionen. Auch wenn ich das Ende bereits kenne. Da hier ist nicht der Broadway, sondern das Neukölln der Provinz. Wir gehen jetzt lieber Pfandsammeln und gönnen uns vom Gewinn ‘ne Pizza. Diese Aufregung macht hungrig.

Juli 6, 2007

Ach ja…

Filed under: Allgemeines,Alltagsbetrachtung — Michael @ 1:43 pm

hier auch der Direktdownload meines E-Books: genau … HIER!

Raus, raus, raus, raus, raus

Filed under: Allgemeines,Alltagsbetrachtung — Michael @ 12:37 pm

Das Netlabel Digital Kunstrasen, welches auch mein E-Book beheimatet, veröffentlicht nun auch ein monatliches Online-Magazin, welches unter anderem Interviews und Texte von Johannes Kempka, Meik Puppe und meiner Wenigkeit beinhaltet. Lesen kann man das ganze auf Digital Kunstrasen

Den direkten Download für das Magazin findet ihr auch hier: dk Magazin #1

Viel Spaß beim Lesen.

Juni 3, 2007

Suff – Kater = Wärme

Filed under: Allgemeines — Michael @ 9:50 pm

Das Portemonnaie schon ganz leer und der Monat noch ganz neu und die Rechnungen völlig unbezahlt. Der Rücken an der Wand, Augen und Moral am Boden und die Wut ragt kilometerweit gen Himmel. Die Schreie berühren die Falschen und tun der Lethargie nicht richtig weh. Ohrfeigen schallen, Korken knallen. Prost und Schnauze! Die Kinder längst im Heim. Beim Sozialbürgerhaus ständig besetzt. Was lässt ihn morgen wieder aufstehen? In der Glotze nur happy Life – minus Realität. Der Suff ersetzt Frühling, Sommer und Winter. Herbst ist er selbst. Vertrocknete Zimmerpflanzen. Schimmel an der Wand. Leere Kartonagen, die Staublunge atmet schwer. Durchgelaufene Sohlen auf heißem Marmor. Das Hemd spannt schon am Bauch. Sieht das aus wie Urlaub? Oder Folterterror? Die Brunnen der Stadt sprudeln wieder. Das vierte Kriegsjahr beginnt.

April 11, 2007

“Dieser Tag gehört nur mir allein”,…

Filed under: Allgemeines,Alltagsbetrachtung — Michael @ 4:34 pm

sangen Dawnbreed in den 90ern. Ein Becher Kaffee in der rechten, eine Zigarette in der linken Hand. Sonnenstrahlen auf und in das Hirn. In was für einer Welt leben wir eigentlich und where do you want to go today? Und immer wieder werden die gleichen Telefonnummern und Biersorten gewählt. Erinnert sich noch jemand an “Der Bulle und das Mädchen”? Diesen Film aus den 80ern mit Jürgen Prochnow und Annette von Klier? Welch Romantik. Welch ein Untergang. Die Türen schließen nicht schneller wenn du den Knopf 1000mal drückst. Männer in kurzen Hosen, Frauen bauchfrei, Menschen tragen Flip Flops. Wann wird’s mal wieder richtig Herbst?

Soundtrack auf den Ohren und im Kopf:

  • Aereogramme – My heart has a wish that you would not go
  • Maserati – Inventions for the new season
  • Bright Eyes – Cassadaga

April 2, 2007

Knallrote Haare passen nicht wirklich zu rosafarbenen Mänteln

Filed under: Allgemeines,Alltagsbetrachtung — Michael @ 3:41 pm

Lange nichts neues hier auf dieser Seite und sowieso noch nie ein Wort des Betreibers. Das muss sich ändern. Ob die im Titel beschriebene Frau die Ursache ist, wage ich zu bezweifeln. Eher die Umstände, Entscheidungen und zukünftige Veränderungen waren die ausschlaggebenden Gründe, mich hier auch in nicht-lyrischer Form zu Wort zu melden.

In Kürze wird auf http://digitalkunstrasen.net mein erstes E-Book erscheinen. Dort kann man es dann kostenlos downloaden, ausdrucken und nach mitgelieferter Bastelanleitung zusammenschustern. Anschließend Bier öffnen, Musik anmachen und lesen. Danke und gute Nacht!

Des weiteren beabsichtige ich einen Roman zu schreiben. Die ersten Ideen sind vorhanden, die grobe Marschroute scheint abgesteckt. Veröffentlichungsdatum und -form jedoch nicht vor Anfang 2008.

Das E-Book und die Arbeiten an eben diesem Roman haben mich zu der Entscheidung geführt, hier nicht nur Lyrisches zu präsentieren, sondern auch Beobachtungen aus dem Leben in gossenpoesie.de einfließen zu lassen. In Zukunft findet man hier auch Alltägliches, Seltsames, Tragisches, Komisches, Ironisches.

Life is the pen, which writes my book, bzw. in diesem Falle my homepage.

m.

Januar 5, 2007

Retrospektiv gesehen kannten wir uns nie.

Filed under: Allgemeines — Michael @ 3:48 am

Da trifft man sich nach sechs Monaten mal wieder, oder telefoniert und fragt sich, was haben wir uns eigentlich zu sagen? Was hast du in den letzten drei Jahren gemacht, oder haben mich die letzten 18 Monate so verändert? Und während wir hier sitzen und du wieder mal vom Big Apple träumst, fallen mir die Tomaten von den Augen und 1000 Songs ein, die diesen Zustand beschreiben. Oder zumindest einer: “Ich erinner’ mich an alles” von Rantanplan. Der Wiebusch singt da “Ich weiß Menschen ändern sich. Und manche vergessen alles – tja, und manche eben nicht.” Bei Gelegenheit spiel ich es dir auf ein Tape. Aber du hat ja schon immer CSU gewählt. Im Hintergrund laufen die Smiths und du fragst was das für Schwuchtelmucke sei und ich sage “Hey, das ist der Mozzer”. “Schwuchtel” war deine Antwort. Du fandest eh immer alles schwul, was du nicht verstanden hast. Ich frage dich, was dich musikalisch zur Zeit von den Beinen haut. Du zählst mir irgendwelche Californian Reggae Artists und surfende Singer-Songwirter auf und ich denke mir: “Hippie-Scheiße”. Aber das hatten wir bereits. Dieser Small-Talk killes nearly everything. Ich: “Was machst du eigentlich an den Wochenenden? Gehst du noch in unseren ehemaligen Stamm-Indie-Club?” Du: “Hey, ne, da ist es doch langweilig. Ich geh’ nur noch zu Bierzeltfesten oder mal zum Starkbieranstich beim örtlichen Fußballverein. Da kann man sich wenigstens ordentlich günstig besaufen.” “Aja.” Und während unser Gespräch dahinplätschert wie der Zimmerbrunnen in deiner scheinbar aus dem Ikea-Katalog ausgeschnittenen Wohnung, bemerke ich, dass mein Bier leer und meine Kippe abgebrannt ist. “Du, ich mach dann mal los, ich wollte noch n bißchen schreiben.” “Was schreibst du denn?” “Gedichte und Kurzgeschichten. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? Ich könnte dir da ein ganz gutes empfehlen.” “Ich lese doch nicht. Höchstens mal die Bild-Zeitung morgens beim Kacken auf dem Klo. Und übrigens, Katha kommt eh gleich, aber wir besuchen dich bald mal und melde dich mal, wenn du mal wieder hier bist.” “Is’ klar, lass ma’ stecken. Ich wünsche dir schon mal nen guten Rutsch.” Es ist übrigens September.

Dezember 7, 2006

Garden Of Broken Disappointments

Filed under: Allgemeines — Michael @ 11:32 pm

“I think, one day it’ll be a song. It deserves to be song one day.”

Everything seems ridiculous.

All hopes lie in shining eyes.

A dark and threatening wood,

covering those broken lies,

with its monsters deep inside,

was defeated by two courageous mice.

The wise, old man, he told:

Break the darkness, break the chains!

Trust in now and trust in man.

Trust the feeling in your veins.

I stood up and felt so brave,

trying to follow what he claimed.

Everything is flourishing.

Trees seem small beside us.

Waving and cheering from above,

to the magic, that there was.

A divine and magic might,

forgiving boredom and distrust.

I start looking silly, when you smile.

Every once in a while.

And then it turns out to be spring,

when all losers suddenly win.

Dezember 4, 2006

A Night Full Of Catastrophies And Canaries

Filed under: Allgemeines — Michael @ 1:03 am

Do you remember when we started the lie?

about the canary, fly, yellow bird, fly.

Inside every discussion there’s a small jewel box

with a nice shiny thing and a guillotine to drop.

Hang up, hang up the phone.

Abstruse thoughts generally die all alone.

Waste it, waste it, a life in a can.

Final prayers for every falling man.

Background attachment, non-filter-theory,

crime scene investment high up in a tree.

fellow, follow the raven to its nest.

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