gossenpoesie

Januar 18, 2009

Das letzte Lied (auf den Tag genau)

Filed under: Allgemeines — Michael @ 10:29 pm

Ich war in der großen Stadt und kann dir versichern, dass sich hier nichts verändert hat. Bin den ganzen Weg gestolpert und doch am Ende nicht gefallen. Warum verstehst du nicht den Unterschied zwischen leise leiden und lallen?Hoffnung und Malz verloren, doch das Trinken hört nicht auf. Sag mir wieviel Sicherheit hältst du in deiner Küche aus? Lass mal sehen, ob der Kleister die Tapete noch hält. Auch wenn wir beide wissen, dieses Sandwich rettet jetzt nicht mehr die Welt. Ich fragte meinen Homie und deinen Therapeuten. Und beide versicherten mir, dass wir hier nur Zeit vergeuden.

Ich setz’ mich selbst in Brand, damit auch du mich sehen kannst. Ich bin zwar noch ganz hier, doch ich warte längst nicht mehr. Du sagst Trümmer bleiben Trümmer, ich sag irgendwer bleibst du für immer. Hier die Distanz, von der du immer sprachst, und dort die Diskrepanz zwischen dem was du schreibst und dem was du so sagst. Die Kinder haben auch aufgehört mich lange anzustarren. Es kommen hier die Dinge, derer wir nicht harren.

Das letzte Lied klingt jetzt nicht mehr nach. Und auch der Krach, als der Vormast brach.

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel.

Hinterlasse einen Kommentar

Powered by WordPress

Page optimized by WP Minify WordPress Plugin